Nicht akzeptables Nachspiel vertreibt Siegesfreude

23.10.2022

Nicht akzeptables Nachspiel vertreibt Siegesfreude

Der FC Barchfeld dreht ein bereits verloren geglaubtes Spiel

Es hätte ein freudiges Wochenende für die Barchfelder Fußballfamilie sein können. Nach einer furiosen Aufholjagd der SG FC war die Grundlage für ein Siegesfest gelegt. Doch ein „vermeintlicher Fan“ stürzte unbeherrscht in die Schiedsrichterkabine und griff Schiedsrichter Jörg Tischer handgreiflich an. Das hat Folgen.

Zunächst lief nach dem Abpfiff Barchfelds Trainer Stephan Anschütz jubelnd auf den Platz, um seine überglücklichen Männer zu beglückwünschen, während die Gäste fassungslos zu begreifen versuchten, wie sie in einer verrückten zweiten Halbzeit den Auswärtssieg so kläglich verschenken konnten.

Eine schwache, niveaulose erste Hälfte ließ von dem späteren Spektakel noch nichts erahnen. Die Gastgeber ließen so gut wie alles vermissen, um ihre Position als Spitzenreiter nachzuweisen. Fehlpässe, Missverständnisse und wenig Laufbereitschaft machten es dem VfB leicht, seinen Kasten sauber zu halten. Torraumszenen oder gar gute Einschussmöglichkeiten waren hüben wie drüben so gut wie nicht vorhanden, sodass die verbalen „Freundlichkeiten“, die beide Trainerbänke austauschten, noch das Interessanteste waren. Damit lag übrigens der FC klar in Front. Auf dem Feld sah das anders aus.

Als Marius Ißbrücker im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Max Lückert den Elfmeter zur 1:0-Gästeführung (34.). Zu allem Überfluss holte sich Nick-Joel Anschütz kurz vor dem Halbzeitpfiff wegen eines Ellenbogenschlages auch noch die Rote Karte.

Für den zweiten Abschnitt hatten sich die Hausherren einiges vorgenommen und dementsprechend engagierter traten sie auf. Sie setzten die Gäste unter Druck und kamen zu einigen Halbchancen (48., 51., 57.). Vacha stand tief und setzte nadelstichartige Konter, die einige Unsicherheiten in der FC-Abwehr aufdeckten. Bei einem dieser Konter erzielte Leon Amstein per Kopfball das 2:0 für Vacha (73.). Von da an begannen 20 Schlussminuten, die man wahrlich nicht alle Tage sieht. Fast im Gegenzug verkürzte Kevin Kreutzmann, ebenfalls per Kopf, auf 1:2 (75.). Nun bestürmten die Barchfelder planlos, aber mit viel Leidenschaft das Gäste-Tor, vernachlässigten ihre Abwehr dabei aber komplett. So ergaben sich für die Rhöner riesige Freiräume. Was Vacha in dieser Phase aus seinen „Hundertprozentigen“ machte, ist mit dem Wort „kläglich“ noch weit untertrieben. Im Zwei-Minuten-Takt lief ein Spieler frei auf das Barchfelder Gehäuse zu, mehrmals stand man zu dritt vor einem Verteidiger und hätte mehr Tore erzielen können, ja müssen. Was da ablief, war eine echte Rundumbespaßung für die 170 Zuschauer, sofern sie kein Vachaer waren.

Das rächte sich. Nachdem Leon Amstein und Max Lückert zweimal innerhalb einer Minute (88.) aus acht Metern danebengeschossen hatten, machte es Luca Tenner im Gegenzug besser und staubte zum 2:2-Ausgleich ab (89.). Bei einem letzten Angriff belohnte Tim Nürnberger die beeindruckende Barchfelder Moral und erzielte aus dem Gewühl heraus den glücklichen Siegtreffer für die Platzherren (3:2, 90+3). Die Freude währte leider nicht lange.

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SG VfB 1919 Vacha

1

2. Männermannschaft

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6

SG VfB 1919 Vacha II

3

Alte Herren

VfB 1919 Vacha

6

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5

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6

FSV Eintracht Eisenach

3

B-Junioren (SG Lohberg)

FSV Eintracht Eisenach

5

SG VfB 1919 Vacha

1

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1

SG VfB 1919 Vacha

7

C-Junioren II (SG Lohberg)

SG VfB 1919 Vacha II

2

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D-Junioren (SG Lohberg)

SG SV Kali Unterbreizbach

0

SG SV Blau-Weiß Dermbach

2

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2

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0

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SG VfB 1919 Vacha II

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SG VfB 1919 Vacha III

16

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