Moral bewiesen: Vacha springt spät an die Tabellenspitze
Lösgelöster Jubel: Siegtorschütze Max Lückert (l.), mit Hannes Kister und Trainer Martin Walter.

Lösgelöster Jubel: Siegtorschütze Max Lückert (l.), mit Hannes Kister und Trainer Martin Walter.
SG VfB 1919 Vacha - SV Motor Tambach-Dietharz 3:2 (0:0)
Am 6. Spieltag der KOL Westthüringen empfing unsere Mannschaft den Aufsteiger aus Tambach-Dietharz. Die Gäste, welche sehr gut in die neue Spielzeit gestartet sind und unter anderem bei Lok Gotha gewinnen konnten, waren ein Stück weit die große Unbekannte in der Spielvorbereitung. Faktisch hieß es Zweiter gegen Dritter. Entsprechend ging man in die Partie und wollte natürlich den nächsten Erfolg eintüten.
Bei herbstlichen Wetterbedingungen und vor 105 Zuschauern in der Salz-Arena zu Unterbreizbach hatte der VfB viel Ballbesitz, während sich die Gäste auf das Verteidigen konzentrierten. Vacha fand allerdings immer mal wieder die Lücken und hatte im ersten Abschnitt in Person von Tom Schindhelm und Hannes Kister zwei riesige Chancen auf dem Schlappen. Jedoch konnte man keine davon im Netz der Tambacher unterbringen, was sicherlich für deutlich mehr Ruhe im Spiel gesorgt hätte. Mit dem torlosen Ergebnis ging es in die Pause und vorweg: Der zweite Abschnitt sollte es in sich haben.
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und nach einem Befreiungsschlag der Gäste, aus welchem eigentlich nichts passieren darf, half der Defensivverbund der Heimmannschaft kräftig mit. Dominik Krause war’s letztlich egal, denn er nahm das Geschenk an und traf zum 0:1 (46.) – die kalte Dusche für Vacha.Die Heimelf hatte ein paar Minuten damit zu tun, fand anschließend aber besser ins Spiel zurück und positionierte sich in Richtung Ausgleich. Der fiel dann auch: Nach einer Ecke von der linken Seite schraubte sich das Geburtstagskind Konrad Bittorf nach oben und köpfte zum 1:1 (69.) ein – verdient, ohne Frage.Im direkten Gegenzug klingelte es aber erneut, ebenfalls nach einer Ecke, welche man im Kollektiv besser verteidigen muss. Am zweiten Pfosten fand die Kugel in Person von Michael Schumacher ihren Abnehmer zur erneuten Gästeführung – 1:2 (71.).Vacha drückte anschließend richtig aufs Pedal. Angeführt vom erst 18-jährigen Jonas Männecke, welcher sein Debüt im Herrenbereich feierte, rollte nun Angriff um Angriff in Richtung des Gästetors. Vacha belohnte sich mit dem Ausgleich (83.) durch Max Lückert und das moralische Pendel kippte in Richtung Heimelf. Es war noch genug Zeit auf der Uhr, sodass der VfB Vacha auch noch den Lucky Punch setzen konnte.Die 90. Minute war bereits angebrochen, da erlöste Max Lückert sein Team mit dem entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter André Blank die Partie ab.
Der VfB Vacha gewinnt spät, aber verdient und mit toller Moral gegen Tambach-Dietharz und springt an die Tabellenspitze der Kreisoberliga – mit jetzt 15 Punkten aus sechs Spielen. Das dicke Manko bleibt weiterhin die Torausbeute: 17 Treffer klingen gut, mit Blick auf die Großchancenverwertung aber zu wenig.
Weiter geht es für uns diesen Sonntag in Dermbach. Derby, Gradmesser, ebenfalls undankbar. Anstoß ist um 15:00 Uhr in Dermbach.
Lösgelöster Jubel: Siegtorschütze Max Lückert (l.), mit Hannes Kister und Trainer Martin Walter.
Vachas Jungspunt Lorenz Nayyal machte wie die gesamte Mannschaft ein sehr gutes Auswärtsspiel.
Konnte die Niederlage mit seinem Team nicht verhindern, Mike-Leon Brunsch.
Im Regen von Leimbach behielt der VfB Vacha, hier in Person von Kapitän Konrad Bittorf, die Oberhand.
Grund zur Freude gab es reichlich - mannschaftlich geschlossen, so wie hier Marius Ißbrücker, Ramon Becker und Tom Schindhelm, zeigte man eine sehr ansprechende Leistung.